Martina Schoder
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18.10.2017

26.3.-30.4.2010

Ausstellung: 26. März bis 30. April 2010
Eröffnung: Donnerstag 25. März 2010, 19.00 Uhr

Begrüßung: Rolf Gnadl
Einführung: Ruxandra-Maria Jotzu
Musik: Musikschule Friedberg

Öffnungszeiten: Mo - Do 8 - 12:00 und 13 - 15:30, Fr 8 - 12:00
OVAG Hauptverwaltung Hanauer Straße 9 -13, 61169 Friedberg/Hessen


Die Malerin Gudrun Sibbe und die Plastikerin Martina Schoder
Eine energetischer Dialog mit Strahlkraft

Die gemeinsame Präsentation von Malerei und Plastik ist nicht neu. Seit der Moderne ist es sogar üblich, dass Meister beide Metiers beherrschen, also gleichermassen Malerei und Bildhauerei betreiben. Bei einem Allround-Künstler wie Picasso ist dies klar, auch gefeierte Zeitgenossen wie Lüpertz und Baselitz sehen Plastik und Tafelbild als ebenbürtig an. Verzicht auf das eine oder das andere kommt nicht in Frage. Und dennoch erwähnt man auch heute noch - erst kürzlich in einem Text über (den großartigen) Fred Sandback im MMK Frankfurt - die „Rivalität unter den künstlerischen Gattungen", die in der ästhetischen Moderne nicht aufhört. Es geht um die absolute Autonomie der Kunstwerks, verkörpert durch die Malerei, und die zweitdeutige, weil nie ganz sichtbare Skulptur, die über das „Ding sein" von Masse und Material nie hinaus kommt.

Der Dialog von Sibbe und Schoder hingegen steht im Zeichen eines Gleichgewichts von Malerei und Skulptur. Die Malerin liebt die Dynamik der vollplastischen Form, die Plastikerin findet in Fläche und Farbraum der Malerin Inspiration. Manche organische Plastik aus Schoder's Hand taucht in Sibbe's Leinwänden auf, schwebend und atmosphärisch verhüllt in transparenten Farbschichten. Schoder wiederum bemalt ihre Formen: die abstrakten Keramikobjeke erhalten in der polychromen Bemalung eine erweiterte Wahrnehmungsdimension. Strenge Form, provokante Details, verführerische Oberflächen und farbige Muster thematisieren die Zwiesprache von Abstraktion und Dekoration.

Für den Ort haben beide Künstlerinnen neue Arbeiten realisiert, und dabei ihrem titelgebenden Motto ENERGIE FORMEN Gestalt verliehen. Martina Schoder hat in „Pipeline Cut Curtain" ihrem vielseitigen Schaffen ein neues Material hinzu gefügt, das formal dem Thema beweglicher Ketten dient, das sie seit langem in Ton bearbeitet. Die frei hängende Raumplastik aus Abwasserrohren ist Referenz an das regionale Versorgungsunternehmen, das die Künstlerinnen zur Ausstellung eingeladen hat.

Gudrun Sibbe ist eingetaucht in die Welt des Unsichtbaren, energiegeladen und bewegt ist das malerische Ergebnis auf der 180 x180 cm großen Leinwand. Mit ENERGIE FORMEN hat Sibbe das Phänomen der ausstrahlenden Kräfte in das Format des Bildraums gebannt. Feuer und Eis, Windkraft und fließende Elemente werden sichtbar gemacht. Andere Bilder im gleichen Format aus den letzten 3 Jahre sind den Emotionen des Unter-Wasser-Seins gewidmet, fremdartig, eiskalt und geheimnisvoll blau.

Der Betrachter ist eingeladen, seine eigene Perspektive auf diese interessante Kooperation zwischen Malerin und Plastikerin zu finden. Der reale Raum erhält durch die Präsenz der Kunstwerke eine dem Menschen zugewandte Neudefinition. Der Ort und die Kunst sind ein Anziehungspunkt in Friedberg, dem die Kunst-Initiatoren des OVAG Hauses viele interessierte Besucher wünschen.

Pressestimmen:

pressestimmen_all.pdf pressestimmen_all.pdf (553.22 KB)

 

 


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ENERGIE FORMEN

martina schoder - plastik + gudrun sibbe - malerei, OVAG Hauptverwaltung, Friedberg

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