Martina Schoder
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22.03.2019

15.-19.05.2009

Ausstellungseröffnung: Freitag, 15. Mai 2009, 17:00 Uhr
Es spricht Prof. Dr. Heinz Schilling, Förderverein Hirzbacher Kapelle e.V.

63546 Hammersbach - Hirzbacher Höfe
Hirzbacher Kapelle, Kapellenweg, an der „Hohen Straße"

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Der Eindruck, den wir von der Hirzbacher Kapelle mit ihren 80 cm dicken Mauern haben: Klein und massiv. In ihrer heutigen Gestalt stammt sie aus dem 11. oder 12. Jahrhundert und steht auf Resten einer früheren Gründung (um 800), deren Fundamente vor nunmehr 20 Jahren ausgegraben wurden. Die baugeschichtliche Einordnung in die karolingische und romanische Epoche machen diesen Ort zu einem bedeutenden kulturellen Kleinod im Hanauer Land. Die Hirzbacher Kapelle ist eines der ältesten erhaltenen Baudenkmäler im ganzen Rhein-Main-Gebiet.

Die in Niederdorfelden lebende Künstlerin Martina Schoder läßt sich von der Hirzbacher Kapelle herausfordern und begegnet dem kompakten Eindruck des Kirchleins mit FILIGRANEN GEFLECHTEN. Diesen Kontrapunkt setzt sie ausgerechnet mit dem als "schwer" geltenden Material Ton, dem sie jedoch eine ganz überraschende Leichtigkeit verleiht. Schoder, die mit zeitgenössischen Objekten gern historische Orte bespielt, stellt ab Mitte Mai unter dem Titel FILIGRANE GEFLECHTE neue Arbeiten - "Rosetten", "Ketten" und Kacheln - aus.

Mit den Kacheln hat es eine besondere Bewandtnis: Bei den Ausgrabungen 1989/90 fand man in Hirzbach auch 180 Bruchstücke, die sich insgesamt neun Fußbodenfliesen zuordnen lassen. Das Material ist hartgebrannter rotbrauner Ton. Ein Dekor-Typus mit sog. Lilienkelchen ließ sich - je vier Fliesen aneinanderstoßend - zu einem "Blütenstern" rekonstruieren.

Das Blütenstern-Ornament bietet für Martina Schoder eine weitere Inspiration. Ein speziell für die Ausstellung von ihr kreiertes Multiple ("Original in Serie") kann während der Ausstellung betrachtet und bestellt werden. Die handgefertigten Unikate interpretieren das mittelalterliche Dekor auf eindrucksvolle Weise.


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FILIGRANE GEFLECHTE - Neue Arbeiten aus Ton

Hirzbacher Kapelle zu Hammersbach-Marköbel

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