Martina Schoder
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22.10.2017

06.10.1995

Eine Tonne Ton und 10 Ballen Stroh werden im Innenraum in-situ über Gerüsten aus Weidenruten in traditioneller Lehmbauweise geformt. Es entstehen direkt auf die architektonisch - räumlichen Gegebenheiten reagierende, quasi-funktionale Objekte, die an Möbel erinnern, aber keinem ergonomischen Maßstab folgen und somit dem menschlichen Körper nicht eigentlich dienen.

Die frische, feuchte Lehmoberfläche trocknet erst im laufe der Ausstellung, dabei sprießt frisches Grün aus dem noch keimfähigen Getreide im Stroh. Ebenfalls entwickelt sich weißer Schimmelüberzug, der nicht nur Farbveränderungen bewirkt, sondern den Raum auch mit einem modrigen Geruch verwandelt. Am Ende der Ausstellung werden die Lehmbauten zerstört und kompostiert, und damit in einem Recyclingprozeß der Natur zugeführt.

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Raumbauten

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