Martina Schoder
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22.10.2017

12.08.2006

Mit der neuen Lehmsuka* (*suka=hebräisch: Hütte) im Herzen des Außengländes des Albert-Schweitzer Kinderdorfes hat Hanau dauerhaft eine kindgerechte Lehmhütte erhalten. Ihr Vorgänger wurde 2004 im Hof der Wallonisch-Niederländischen Kirche in Hanau errichtet und nach einem Jahr wieder entfernt. In dieser Zeit hatte das attraktive Bauwerk aus Lehm & Stroh & Weidenruten viele Fans gewonnen, die sich jetzt auf die neue Suka freuen können. Der neue Bau wurde im August 2006 abgeschlossen, seit September ist die gemütliche Lehmsuka* trocken und damit "bewohnbar".


SUKA NEWS:

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SUKA im Schnee, 09.01.2009


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Suka mit besonderem Gast. Anlässlich dem 50-jährigen Jubiläum der Albert-Schweitzer Kinderdörfer im Jahr 2007 hat die Enkelin von Albert-Schweitzer, die Pianistin Christiane Engel, in Hanau Konzerte gegeben und auch das Kinderdorf besucht. Dabei hat sie die Lehmsuka* im Park erblickt und ohne Zögern betreten. Den assoziativen Zusammenhang mit ihrem Großvater habe sie gespürt. Ein Kind, das die Suka mitgebaut hat, erklärt ihr detailliert die Arbeit.

Pressestimmen

FR - Hüttenbau - 21.07.2006 FR - Hüttenbau - 21.07.2006 (142.60 KB)

HA - schleimigaberkuehl - 29.07.2006 HA - schleimigaberkuehl - 29.07.2006 (347.02 KB)

HP - Hütte aus Lehm - 28.07.2006 HP - Hütte aus Lehm - 28.07.2006 (163.71 KB)

HBote - Lehmsuka* - 30.07.2006 HBote - Lehmsuka* - 30.07.2006 (296.10 KB)

GNZ - Hausbau - 05.08.2006 GNZ - Hausbau - 05.08.2006 (211.54 KB)

HP - Begehbares Kunstobjekt - 14.08.2006 HP - Begehbares Kunstobjekt - 14.08.2006 (185.82 KB)

HA - Kunstrecycling - 14.08.2006.pdf HA - Kunstrecycling - 14.08.2006.pdf (282.50 KB)

MainEcho - Einweihung - 14.08.2006.pdf MainEcho - Einweihung - 14.08.2006.pdf (182.50 KB)

FR - Kinder bauen von Hand - 17.08.2006 FR - Kinder bauen von Hand - 17.08.2006 (217.57 KB)

FAZ - Aufwachsen - 19.08.2006 FAZ - Aufwachsen - 19.08.2006 (371.84 KB)

»Der Bau eines Hauses ist nicht nur Arbeit – er macht auch Spaß. Man lernt auf spielerische Art, den Zusammenhalt in der Gruppe zu schätzen und den Umgang mit natürlichen Baumaterialien kennen. Lehm, Stroh und Weideruten sind hierfür die Grundlage.«

In den Sommerferien 2006 haben wir in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Martina Schoder eine Lehmhütte im Garten des Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hanau gebaut, woran sich eine Gruppe von Kindern aus dem Hanauer Kinderdorf als Baumeister beteiligte.

Die Bauzeit der Lehmhütte hat 4 Wochen betragen. In dieser Zeit haben wir ein Fundament aus Schotter angelegt und ein Weidegerüst als Träger erstellt. Hierauf wurde anschließend in Handarbeit eine runde Hütte mit Kuppeldach aus Lehm und Stroh gebaut. Zum Schluss wurde die Hütte getrocknet und die Oberfläche wetterfest versiegelt.

Die „hessische Bauweise“ aus Lehm, Stroh und Weideruten ist eine ebenso regionale wie globale Technik, die seit Jahrhunderten beispielsweise in Afrika den Landbewohnern als archaische Bauform für ökologisch sinnvolle Hüttendörfer dient. Lehm, Stroh und Weidenruten sind nachhaltig eingesetzte Baumaterialien und gesund für den Körper - sowohl im Bau als auch in der Nutzung.

Das gemeinsame Bauen hat viele positive Effekte:
Es stärkt die Gemeinschaft, denn wo viele Hände zusammen etwas Großes schaffen, wird jeder Lehrling zum Baumeister. Wir lernen beim Bauen den Umgang mit dem ältesten Baustoff der Welt und entdecken das vertraute Material neu. Wir trainieren unsere Ausdauer beim Arbeiten, und wenn das Bauwerk Tag für Tag ein Stück wächst, wachsen auch das Selbstvertrauen und die Geschicklichkeit.

Nach seiner Fertigstellungsieht man dem 2x2x2 Meter großen Lehmbauwerk die Mühe nicht mehr an. Seine runde Form strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.
Es war ein echtes Abenteuer, aus eigener Kraft ein Haus zu bauen, in dem Menschen bequem stehen, sitzen und liegen können.

Warum dieses Projekt im Albert-Schweitzer-Kinderdorf?
Die Künstlerin Martina Schoder erbaute bereits im Innenhof der N-W-K eine "Lehmklause", die leider nicht auf Dauer stehen bleiben konnte. Zwischen dem Kinderdorf und Martina Schoder entstand die Idee, dieses Kunstwerk auf das Kinderdorfgelände zu transportieren und hierfür Sponsoren zu suchen.

Die "Lehmklause" hätte nach fester Überzeugung der Kinderdorfmitarbeiter und der Künstlerin einen idealen Standplatz gehabt. Die "Lehmklause" ist ein Kunstobjekt zum Anfassen, in dem Kinder sich bewegen und spielen können. Die runde Form vermittelt Geborgenheit und Ruhe und ist dadurch ein idealer Rückzugsort für Kinder. Die Bauweise erinnert an den afrikanischen Kontinent und stellt dadurch in einer direkten Weise eine Verbindung zu dem Namenspatron Albert Schweitzer her, der Afrika zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht hat, um hilfsbedürftigen Menschen zu helfen.

Der Transport ließ sich aus Kostengründen nicht realisieren - so entstand die Idee, die Materialien nach Abriss für den Neubau einer solchen Hütte zu verwenden. Beim Neuaufbau, der als Ferienprojekt des Kinderdorfes Hanau konzipiert war, standen die mitbauenden Kinder im Mittelpunkt. Lehm ist ein Naturprodukt, mit dem Kinder gerne matschen, kneten, bauen und kreativ gestalten. Kinder haben ein Objekt erschaffen, das für viele Jahre das Kinderdorf schmücken wird und einen hohen immateriellen Wert hat. Das Projekt vermittelt daher Sinn und stärkt das Selbstvertrauen. Das Miteinander ermöglicht soziales Lernen und stellt Anforderungen an Frustrationstoleranz, Konfliktfähigkeit und Durchhaltevermögen.

Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V. ist ein überkonfessioneller, freier Träger der Jugendhilfe. Der 1966 gegründete gemeinnützige Verein sieht es als seine Aufgabe an, Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in schwierigen Lebenssituationen mit familienorientierten Angeboten zu fördern und zu unterstützen.
Mehr Informationen unter: www.ask-hessen.de

Building a house is not only work, it's also fun. While playing, we learn to cooperate as a group and learn how to handle natural materials. Clay, straw and willow branches form the basis for our clay suka.
During the summer vacation 2006 the children of the Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hanau together with the artist Martina Schoder have created a clay house in the garden of the village area.

It took about 4 weeks to build the foundation, erect the structure of twigs and to hand-build the walls and dome of the Suka with a clay and straw mix. 25 kids between 7 and 17 together with 7 educational staff participated in this ambitious clay building project initiated and conducted by Martina Schoder. Many hands cooperated to create the clay house measuring 2 x 2 x 2 m, a dimension that required day by day endurance while skills and confidence also grew on a daily basis. The result looks perfectly effortless, its round shape expressing calm and security.

House building with clay and straw is a regional tradition in Hesse as much as it is a global technique applied since ages in dry countries such as Africa to create archaic and ecologically sound village huts. Clay and straw and branches are sustainable resources, healthy for humans to live in and positive for the environment.

How did the Lehmsuka* make it into the Albert Schweitzer Kids Village? Lehmsuka* was superseded by a similar project of the artist titled "Lehmklause", located in the inner court of a historical church site. It was removed in fall 2005, the material, however, was recycled and reused in the new Lehmsuka*. The staff of the ASK had seen the clay house and considered it a perfect art object for kids to live with. As the clay structure could not be relocated to a new site, it was rebuilt as a community project at the Albert-Schweitzer-Kinderdorf. The kids loved to handle the clay, a natural material that stimulates creativity. The kids have built a sculptural object, that will adorn the childrens' village for many years, representing high immaterial values. The project evokes a strong sense of community and strengthens social learning processes by challenging the kids' frustration tolerance, their ability to master conflicts and their endurance.

The earthy building method alludes to the African continent, thus reflecting a direct connection to the name giving Dr. Albert Schweitzer who dedicated his life to support the African people.

The Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hessen e.V. is a non-confessional non-profit organisation active in child support, operating in Germany since 1966. More information on the ASK-programme can be found on the web site:
www.ask-hessen.de

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Lehmsuka* für das Albert-Schweitzer Kinderdorf, Hanau

Lehmbau-Projekt in Kooperation mit Kindern des ASK-Hanau im Sommer 2006.


Lehmsuka* (*suka = hebrew for hut)

Clay-house building at the Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hanau

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