Martina Schoder
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11.12.2017

23.06.2013

Tübingen - Unterjesingen
Ein ganzes Dorf lädt ein zu einem besonderen Kunstwochenende:
22. - 23. Juni 2013, 10.00 - 18.00 Uhr

Mehr Informationen unter

www.kunstdorf-unterjesingen.de

Zum Projekt erscheint ein Katalog.

die Ausstellung im Film:
Nachtkultur | 27.6.2013 | 23.15 Uhr | 4:17 min

http://swrmediathek.de/player.htm?show=542fded0-df4f-11e2-acf3-0026b975f2e6


Documenta auf dem Dorf - wenn alle zwei Jahre die Kunst nach Unterjesingen kommt
Unterjesingen, ein kleiner Ort westlich von Tübingen mitten im schönen Ammertal. Hier räumen die Einwohner alle zwei Jahre ihre Scheunen, Ställe und Werkstätten leer, um Platz für moderne Kunst zu machen. Am 22. und 23. Juni wurde die 9. Ausgabe der Ausstellung "Kunstdorf Unterjesingen" -| eine Art Documenta auf dem Dorf - veranstaltet und das dörfliche Leben mit Installationen, Gemälden und Fotografien "verziert". Eine Reportage.


artist statement
martina schoder
Meine indoor-Arbeiten - aus dem Atelier für den Innenraum - sind schon früh bestimmt von einer ihnen typischen Hierarchielosigkeit. Die biomorphen organischen Abstraktionen besitzen keinen Anfang und kein Ende, kein oben oder unten, vorne oder hinten. Jede Richtung funktioniert. Alle Ansichten sind gleichwertig. Die Plastiken sind also frei im Raum platzierbar und nehmen stets aufs Neue Gestalt an. Typisch für meine plastische Arbeit mit Ton ist auch, das Material zu provozieren dünne Wände, filigrane Bauweise, Perforation, komplexe Strukturen.

Die Grenzen des Materials zu überschreiten und die Qualität der flexiblen Gestalt finden seit 1993 ihre ideale Form in keramischen Gliederketten. Die Ketten sind pur im Einsatz, oder sie verbinden Volumen miteinander. Diese Kettenobjekte aus der Reihe "labile Stabilität" sind der Inbegriff von Bewegungsfreiheit - ein Charakteristikum, das ich immer angestrebt habe mit meinen plastischen Werken. Denn der "user" oder Besitzer soll einbezogen werden in die Fähigkeiten des Objekts, erst im privaten Dialog mit ihm erlangt das Werk seine Vollendung. Dem Betrachter - dem der direkte Eingriff verwehrt ist - erschließt sich dieses Potential zur Veränderung nur durch Imagination.

Bewegung ist also ein Schlüsselbegriff in meinem Werk - und gilt für mein Konzept für Unterjesingen auf besondere Weise. Wandobjekte sind für die Bildhauerin der Antipode zur frei räumlichen Plastik, aber gerade deshalb ein reizvolles Feld. Die Form an der Wand wird zum Bild, das Gegenüber gibt die Rezeption vor. Formal rückt die Thematik Figur-Grund in der Wandskulptur betont in den Fokus. Ich nehme das Thema "Hintergründe" gerne zum Anlass, meine Wandobjekte zu zeigen. Dafür brauche ich lediglich einen Dübel mit Haken an einer nicht Denkmal geschützten Wand. Ich freue mich auf eine Inszenierung ganz ohne Ausstellungsarchitektur.


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HINTERGRÜNDE - Kunstdorf Unterjesingen 2013

12 KünstlerInnen zeigen ihre Werke an ungewöhnlichen Orten

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